KultUp (6) im Städel Museum – Twittern im Dunkeln

KultUp im Städel Museum

KultUp im Städel Museum

Um die dunkle Seite der Romantik ging es am Donnerstag, den 25. Oktober 2012, beim 6. KultUp im Frankfurter Städel Museum. Zu sehen, zu bestaunen und zu „betwittern“ gab es die Ausstellung „Schwarze Romantik. Von Goya bis Max Ernst“. Der Tweetup eröffnete den Community-Abend, den das Städel Museum für seine treuen Facebook-Fans und Twitter-Follower organisiert hatte. Rund 75 Personen waren dem Aufruf, kostenlos an einer Führung durch die Ausstellung teilzunehmen und darüber zu twittern, gefolgt. Ungefähr 30 weitere Personen haben aus der Ferne mitgetwittert, unbekannt ist die Zahl der reinen Mitleser.

Nach einer kurzen Einführung durch Dr. Felix Krämer, den Kurator der Ausstellung, hieß es zunächst, die Teilnehmenden in drei Gruppen aufzuteilen. Jede der Gruppen wurde von einer Führungskraft, die ihre jeweils ganz eigenen Schwerpunkte setzte, durch die Ausstellung begleitet, und jede Gruppe sah die Werke zu unterschiedlichen Zeiten. Das war auch für die Mitlesenden ein Novum, denn sie bekamen im Verlauf des KultUp mehrmals dieselben Werken „zu sehen“, jedoch immer aus anderen Perspektiven und mit unterschiedlichen Informationen und Kommentaren versehen. Den Reaktionen der Mitlesenden nach zu urteilen, war unsere anfängliche Befürchtung, das könne verwirrend für die Online-Community sein, unbegründet.

Das Event in Zahlen

Der KultUp zur Schwarzen Romantik war ab der Ankündigung

über einen Zeitraum von zwei Wochen im Gespräch. Durch Hinweise rund um die Ausstellung

bis hin zum Beginn des KultUp:

Im gesamten Zeitraum (9. bis 28. Oktober 2012) haben 152 Twitterer 1.112 1.301 Tweets, die mit dem Stichwort #kultup versehen waren, versendet (Update. 13. Nov. 2012):

Übersicht Tweets zum KultUp im Städel Museum

Übersicht Tweets zum KultUp im Städel Museum | Grafik: Ulrike Schmid (KultUp)

Aufgesplittert nach den Top-Usern stellt sich der Kultup für den Veranstaltungstag (und die sechs Tage davor) so dar:

Top-User des KultUp im Städel Museum

Gesprächsthema „Schwarze Romantik“ im Städel Museum

Dieses Mal fällt es uns extrem schwer, aus der unglaublichen Menge an Tweets einzelne auszuwählen und vorzustellen, denn die Rückschau zeigt, wie wunderbar sie alle sich zu einem harmonischen Bild fügen. Von humorvollen über kunstgeschichtlich fundierten bis hin zu Zitaten, die aus dem fernen München eingestreut wurden, war es eine informative und unterhaltsame Mischung von Tweets.

Sie beweist, dass diese Art der Kunstvermittlung einen regen Gedankenaustausch ermöglicht, dass das gemeinsame Kunsterleben Spaß macht und Menschen zusammenbringt, die gerne selbst wiederkommen oder einen Besuch der Kultureinrichtung weiterempfehlen. Als Nachlese für alle, die mit ihren individuellen Sichtweisen und ihren Kommentaren den KultUp im Städel Museum zu einem großartigen Erlebnis gemacht haben, und für alle, die nicht dabei sein konnten, haben wir die Tweets in einem Storify festgehalten: KultUp (6) im Städel Museum. Da wir mit der Zielsetzung antreten, nicht nur interessante Twitter-Events zu organisieren, sondern grundsätzliches Interesse an Ausstellungen und Kulturveranstaltungen zu wecken und Menschen miteinander und mit den Kultureinrichtungen ins Gespräch zu bringen, freut es uns sehr, dass uns mit dem KultUp im Städel Museum ein weiteres Mal gelungen ist, unser Ziel zu erreichen, wie diese beiden Tweets exemplarisch zeigen:

Besonders erwähnen möchten wir auch die zahlreichen Tweets, die voll des Lobes für die drei Führungskräfte Heike Komnick, Laura Padgett und Jakob Schwerdtfeger waren. Sie haben sich bei ihren Führungen sehr gut auf die Teilnehmenden eingestellt und sich von der Twitterei auch nicht aus der Ruhe bringen lassen. Diesem Lob möchten wir uns gerne anschließen und uns auch bei Daniela Bamberger, der Community-Managerin des Städel Museums, ganz herzlich für die tolle und unkomplizierte Zusammenarbeit bedanken.

Danke, dass ihr alle mitgetwittert und unser Motto „Tweet up your cultural life!“ mit so viel Leben gefüllt habt. Wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt, freuen wir uns über Feedback – gerne hier als Kommentar. Ihr dürft auch gerne Wünsche äußern, welche Kultureinrichtungen ihr gerne einmal mit uns besuchen möchtet.

Wir freuen uns, wenn ihr auch beim nächsten KultUp wieder dabei seid!

Euer KultUp-Team

Birgit Schmidt-Hurtienne und Ulrike Schmid

2 thoughts on “KultUp (6) im Städel Museum – Twittern im Dunkeln

  1. Pingback: “Hochkultur digital erfahren” – Tweetups in Museen. Ein Blick auf Deutschland. | iliou melathron

  2. Pingback: Kultur 2.0 » Im Dornröschenschlaf. Kultureinrichtungen und die Verwendung von Hashtags

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