Vorblättern: KultUp (2) im Museum für Angewandte Kunst

Foto: Museum für Angewandte Kunst Frankfurt

Am 10. Mai 2012 fand von 13 bis 14 Uhr im Museum für Angewandte Kunst Frankfurt das zweite KultUp statt. Die Kuratorin Frau Dr. Eva Linhart führte uns durch die beeindruckende Ausstellung „Buchkunst total – Sammlung total“, die noch bis zum 27. Mai zu sehen ist.

Der Hashtag #kultup wurde von 54 Twitter-Usern insgesamt 422 Mal verwendet. Rechnet man die Tage davor dazu, kommt man auf eine noch weit höhere Zahl. Den einen oder anderen Tweet zum Thema gelesen haben sollten damit 44.456 Twitterer. Wir waren auch wieder Trending Topic, diesmal sogar auf Platz 2 in Deutschland:

Grafisch stellt sich das Ergebnis dar wie folgt – danke auch noch mal ans Currywurstmuseum Berlin, das uns schon eine „Torte gebacken“ hatte, als wir noch unterwegs waren!

Die Statistik wird angeführt vom KultUp-Account, danach kommen Ulrike Schmid und unsere Sponsorin Birgit Schmidt-Hurtienne. Ich belege mit meinem eigenen Account nur Platz vier, da ich während des Tweetups auch unter @KultUp getwittert habe. Unterstützt wurden die sechs Teilnehmer vor Ort aus zahlreichen Städten, allen voran aus München und Berlin. An Fachpublikum mangelte es uns auf Twitter nicht, da gestern einige Mitarbeiter der Universitätsbibliothek Mainz unter der Regie von Christoph Deeg das neue Medium erkundeten und nicht zögerten, sich ins Gespräch einzubringen. Dabei wurde gleich eruiert, was der Vorzug eines Kultur-Tweetups ist:

Amüsant fanden unsere Mittwitterer die überlegen hohe Frauenquote beim Tweetup:

Die Teilnehmer(innen) in Frankfurt twitterten fleißig, vermittelten viele Infos zur Ausstellung im Allgemeinen und zu den Stammbüchern im Besonderen, und fotografierten auf Wunsch der Teilnehmer vom letzten Mal auch mehr:

Wir erfuhren unter anderem, welche Auswirkungen es hatte, dass es Zeiten gab, in denen das leise für sich Lesen noch nicht üblich war,

und was wir lernten, gaben wir direkt an die virtuellen Teilnehmer weiter:

Letztere hatten es beim Tweetup möglicherweise etwas bequemer als wir, dennoch waren sie fleißig mit von der Partie:

Sie unterstützen uns auch gelegentlich durch weitere Infos, wie hier an einem Beispiel zu sehen ist:

Dass die Stammbücher in der Ausstellung nichts mit dem zu tun haben, was man heute allgemein unter dem Wort versteht, hatte uns Thomas Wolf ja bereits im Interview erklärt. Was wir noch nicht wussten, war, dass auch Themen wie sexuelle Identitäten oder gewisse Etablissements in Stammbüchern auftauchten:

Die Führung unter dem Thema „Stammbücher – Vorläufer sozialer Netzwerke?!“ vermittelte uns, dass es als Zeichen von hoher sozialer Bedeutung galt, wenn man häufig um einen Entrag in ein Stammbuch gebeten wurde – und damit erschöpfen sich die Parallelen zu heutigen Formen noch lange nicht:

(Ein „Minimaleintrag“ besteht nur aus dem Namen des Eintragenden sowie dem Datum und dem Ort der Begegnung.)

Für die Teilnehmer vor Ort gab es etwas Besonderes zu erleben: Frau Dr. Linhart holte für uns das faszinierendste Stammbuch der Ausstellung aus der Vitrine und blätterte es uns vor. Herr von Brack, dem das Buch gehörte, machte die klassische Grand Tour des 17. Jahrhunderts und sammelte auf seiner Reise Einträge von den Großen seiner Zeit, darunter auch die von Goethe und Herder:

Das Stammbuch wurde auch reich verziert – wir haben etliche Fotos davon gemacht, die im Flickr-Album zu sehen sind.

Die Stunde verging letztlich wie im Flug, und es wurde Zeit, uns von allen zu verabschieden, die vor Ort oder über Twitter dabei waren. Uns hat es eine Menge Spaß gemacht, wir hoffen, das gilt auch für alle Teilnehmer! Jetzt bleibt nur noch, dem Museum für Angewandte Kunst zu danken, dann überlassen wir Birgit Schmidt-Hurtienne das Feld, die bereits gestern das schönste Schlusswort geschrieben hat:

Bis zum nächsten Mal!

Tanja Neumann

5 thoughts on “Vorblättern: KultUp (2) im Museum für Angewandte Kunst

  1. Super vorbereitet,
    klasse durchgeführt,
    toll dokumentiert.

    Also superklassetoll dieses 2. KultUp! 🙂

  2. Dem Urteil vom Currywurstmuseum kann ich mich nur anschließen. Außerdem hat mir der mittägliche Kulturausflug auch noch sehr viel Spaß gemacht. Deshalb an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön für das reichhaltige und leckere Menü, das so spannend und unterhaltsam »serviert« wurde!

  3. Vielen Dank für das schöne Feedback. Schreiben wir direkt in unser Stammbuch.;-)
    So ein KultUp kann ja nur funktionieren, wenn viele fleißige Twitterer auch von außen mitmachen. Danke fürs Dabeisein und eure Unterstützung!

  4. Pingback: Veränderungen « KultUp

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