Auf neuem Terrain – Das MMK twittert

Twitterer im MMK Frankfurt beim ersten KultUp.Foto: MMK Frankfurt

Schon lange stand „Twitter“ auf unserer To Do List. Doch aus zeitlichen, organisatorischen und zahlreichen anderen Gründen haben wir den aktiven Einstieg immer wieder verschoben. „Wenn, dann wollen wir es auch richtig machen“ war unser Credo. Als Ulrike Schmid und Tanja Neumann vor einigen Wochen mit ihrer Idee eines „Tweetups in Frankfurt“ an uns herantraten, war das ein willkommener Anlass, um die Twitter-Aktivitäten des MMK zu beginnen und mit einer öffentlichen Aktion zu verbinden. Unsere bereits etablierten Social Media Formate, wie Facebook, Youtube, Vimeo und Flickr sollten mit diesem Startschuss um die Facette „Twitter“ erweitert werden. Die Vorfreude war groß und wir waren äußerst gespannt auf die Reaktionen der Twittergemeinde.

Noch etwas ungeübt im Umgang mit der blitzschnellen Übertragung von Inhalten in 140 Zeichen samt Hashtag und anderen Links konnten wir einige der von Kurator Mario Kramer mitgeteilten Inhalte bruchstückartig in die Welt setzen.

Dank Vorbereitung und Organisation von Ulrike Schmid und Tanja Neumann haben die Besucher eifrig getwittert: Gewöhnungsbedürftig erschien uns zunächst, dass sich der Fokus von der Bildbetrachtung auf den Bildschirm des Handys verlagerte und wir zeitweise auf eine tippende, hochkonzentrierte Gruppe blickten, die nicht auf die Ausstellungsstücke sah. Andererseits erkannten wir schnell, dass das zeitgleich stattfindende Zuhören, Betrachten und der Transfer der Informationen vermutlich sogar mehr Konzentration und Abstraktion abverlangt als die reine Bildbetrachtung, bei der die Versuchung groß ist, immer wieder abzuschweifen. Neben einem Interesse an Kunst ist Multi-Tasking offenbar eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen fähigen Twitterianer bei einem Kultur-Tweetup.

Dass sich letztlich rund 350 sachliche, humorvolle, ideenreiche und zugegebenermaßen manchmal auch fragwürdige Tweets der Führung widmeten ist für uns eine sensationelle Erkenntnis und aufgrund des Erfolgs lässt das nächste Tweetup sicher nicht lange auf sich warten.

Für das MMK werden wir auch nach diesem spannenden Twitter-Einstieg eifrig weiter twittern und hoffen, dass wir bei unserem ersten Tweetup ein Stück der Warhol Ausstellung vermitteln konnten. Das Twitter-Event in unserem Haus hat einmal mehr gezeigt, dass sich die Kunstrezeption über digitale Medien und das Betrachten der Originale im Museum nicht ausschließen, sondern hervorragend ergänzen. Auch in Zukunft sind alle Twitterianer in den Ausstellungen des MMK herzlich willkommen, um ihre Erlebnisse mit den Originalen in die digitale Welt hinaus zu twittern.

Julia Haecker und Christina Hennecke
(MMK Frankfurt)

5 thoughts on “Auf neuem Terrain – Das MMK twittert

  1. Ausser dass Interesse geweckt hat, hat es auch sehr viel Spaß gemacht, den Tweets zu folgen. Und es hat auch inspiriert und ermutigt… 🙂
    Nochmals danke an’s MMK Frankfurt und KultUp

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